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Ausgangspunkt: Die Situation der ÖAW

Seit der zentralen Betriebsversammlung der Mitarbeiter/innen der ÖAW am 8.11. besteht für uns alle Klarheit darüber, was sich hinter der zwischen Wissenschaftsministerium und Präsidium ausgehandelten „Leistungsvereinbarung“ tatsächlich verbirgt: Die Zerschlagung der ÖAW, wie wir sie kennen.

Die Fakten laut Aussage des ÖAW-Präsidiums: Aufgrund der in der „Leistungsvereinbarung“ getroffenen Vereinbarungen ergibt sich für 2012 eine Finanzierungslücke von 11–12 Millionen Euro.

300 von 789 wissenschaftlichen Stellen müssen abgebaut werden, das sind 38 Prozent der wissenschaftlichen Vollzeitstellen.

Im besten Fall sollen 150 Mitarbeiter/innen von den Universitäten übernommen werden, deren Zukunft allerdings höchst ungewiss ist: die Finanzierung an den Universitäten ist nur für 3 Jahre gesichert.

Faktum bleibt: Selbst in diesem Fall sind 150 Mitarbeiter/innen (Vollzeitstellen) der ÖAW von Kündigung bedroht sind, das sind 19 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen.

Es gibt keinen öffentlichen Betrieb, der den Abbau von Mitarbeiter/innen in dieser Größenordnung überhaupt nur in Erwägung zieht.

Diese massiven Einschnitte werden als alternativlos dargestellt. Wir sind der Meinung, sie sind es nicht.